Was hinter Angst vor der Abnahme stecken kann

5-10 kg weniger, das wäre toll.
Das sagen die meisten Frauen, die in meine Kurse kommen.

Aber es gibt auch die „schwereren“ Fälle. Die, die eher 50-70 Kilo abnehmen möchten.

Emma zum Beispiel.
Sie kam zu mir ins persönliche Coaching. 47 Jahre alt, fast 150 Kilo.

Emma hat eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Sie hat schon so viel versucht, um abzunehmen. Die üblichen Diäten, Kalorien-Apps, Proteinshakes und so weiter.

Es hat nicht geklappt. Immer wenn sie etwas abgenommen hatte, kam die Angst. Und damit der Drang zu essen.

Emma hat viel Stigmatisierung erlebt.

„Die hat keine Disziplin.“
„Sie müsste halt mal durchhalten.“

Die Ärzte haben ihr Abnehmkuren verordnet und über eine Magen-OP diskutiert. Dann Monjarou verschrieben – auf eigene Kosten.

Doch das alles hatte kaum Erfolg. Denn all diese Ansätze lassen außer Acht, was wir im persönlichen Gespräch herausgefunden haben:

Als Kind wurde Emma nach der Uhr gestillt. Ansonsten lag sie in ihrer Wiege im Zimmer.
Die Momente, in denen sie gestillt wurde, bedeuteten für sie nicht nur körperlich satt zu werden. Es war vielmehr die einzige Gelegenheit, körperliche Zuwendung und damit Sicherheit zu bekommen. Genau darauf sind Kinder aber absolut angewiesen.

Essen gewann daher schnell die Bedeutung von Überleben.
Kein Wunder, dass sie Angst bekam, jedes Mal wenn sie weniger essen sollte.

Bei vielen Menschen ist Essen emotional verknüpft – auch wenn es nicht immer so existentiell sein muss. Doch die meisten Menschen kennen die emotionale Seite des Essens.

Es bedeutet Geborgenheit und Zuwendung.
Trost und Belohnung.
Ein Durchatmen nach einem langen Tag.

Woher kommt das?

Wir lernen als Kinder häufig nicht, mit unseren Gefühlen umzugehen.
Wenn wir wütend waren, hörten wir „So benimmt man sich nicht“.
Wenn wir traurig sind, ein „Stell dich nicht so an“.
Dafür bekamen wir häufig ein Bonbon in die Hand gedrückt. „Damit ist’s jetzt wieder gut.“

Kein Wunder ist Essen heute der erste Anker, wenn wir traurig, wütend oder überfordert sind.

Emma hat im Coaching den Grund für ihr Essverhalten kennengelernt. Das ist eine große Entlastung, denn nun weiß sie: Sie ist nicht einfach nur undiszipliniert. Sie hat einen guten Grund, warum sie immer wieder beim Essen landet.

Gemeinsam haben wir Strategien erarbeitet, wie sie sich selbst das geben kann, was früher das Essen für sie war: Geborgenheit, Zuneigung und Sicherheit.

Über diesen Ansatz sagt sie selbst:

„In den ganzen Jahren, in denen ich mit dem Essen und meinem Körper gekämpft habe, hat mich noch niemand so behutsam an die Wurzel des Problems herangeführt. Ich bin seit unserer letzten Stunde ganz beseelt, irgendwie scheint sprichwörtlich ein Knoten geplatzt, da sich nun alles, was ich und warum ich es tue, so richtig anfühlt. Es ist viel Scham verschwunden.
Es ist ein riesen Schritt in Richtung Selbstliebe. Da hab ich soo lange danach gesucht und dafür gebraucht. Hab ganz vielen lieben Dank, dass Du mich auf den Weg gebracht hast, Nina!“

Es ist möglich, das Essen von seiner emotionalen Seite zu entkoppeln, wenn wir lernen, uns selbst das zu geben, was wir vom Essen erhoffen – aber dort ohnehin niemals wirklich finden.

Hier findest du weitere Infos zum Thema emotionales Essen.

Ende des Blogbeitrags
Teile diesen Beitrag, wenn Du denkst, dass er jemandem hilft.
Nina Veit Coach Emotionales Essen

Nina Veit

Meine Vision ist es, dass jede Frau Frieden mit ihrem Körper schließen kann und lernt, ihn so zu nähren, dass überflüssige Kilos einfach gehen können. Dabei dürfen alle Glaubensmuster und Verletzungen, die uns in alten Mustern festhalten, nach und nach geheilt werden.

Ich bin psychologischer Coach mit Schwerpunkt auf traumsensibler Arbeit, zertifizierte Ernährungsberaterin, Trainerin für tansformative Gesprächsführung, Fitness-Coach und Unternehmerin.

Weitere Blogbeiträge