Abnehmen ohne Diät: 5 ungewöhnliche Schritte, mit denen ich langfristig abgenommen habe
Jahrelang habe ich so ziemlich alles ausprobiert, was angeblich beim Abnehmen hilft.
Low Carb.
Intervallfasten.
Kalorien zählen.
No sugar.
…und noch so viel mehr.
Ich habe unzählige Bücher gelesen, verschiedenste Ansätze ausprobiert, angebliche Wundermittel gekauft und unendlich viel Energie in dieses Thema gesteckt.
Doch ich landete immer wieder in derselben Schleife. „Doch wieder schwach geworden.“
Doch wieder die ganze Tafel Schokolade gegessen.
Doch wieder den ganzen Tag durchgegesse.
Doch wieder bis spät abends gesnackt.
Und natürlich habe ich mich dafür verurteilt. In mir waren Sätze wie „Warum bin ich nur so schwach, warum habe ich es wieder nicht geschafft?“
Bestimmt kennst du diese Phasen der Selbstverurteilung. Wir können uns dann selbst nicht leiden und denken, dass wir undiszipliniert und unwürdig sind. Es fühlte sich so viele Jahre einfach nach Kampf an. Kampf mit mir, mit meinem Körper und dem Essen.
Irgendwann habe ich mir geschworen:
„Ich werde niemals in meinem Leben mehr eine Diät machen!“
Ich habe lange gebraucht, um zu verstehen, warum klassische Diäten oder andere Abnehmvorsätze, die mit Restriktion und Kontrolle zu tun hatten, für mich nicht funktioniert haben. Erst als ich einen anderen Ansatz ausprobiert habe, konnte ich mein Gewicht langfristig verändern. Ich habe mit diesen 5 Schritten einen ganz anderen Weg gewählt, um meine zusätzlichen Kilos loszulassen.
Und genau davon möchte ich dir heute erzählen.
5 ungewöhnliche Schritte, die mir geholfen haben, nachhaltig abzunehmen – ohne Diäten und ohne Verbote.
Schritt 1: Hör auf, abnehmen zu wollen
Ja, das klingt paradox. Denn wahrscheinlich willst du ja genau das! Du möchtest ja Kilos verlieren.
Gleichzeitig war dieser Schritt tatsächlich DER Gamechanger, der es mir ermöglicht hat, langfristig abzunehmen, denn damit hat der Kampf in mir aufhören können. Ich habe mein Abnehmziel nicht aufgegeben, aber erst einmal ein Stück nach hinten geschoben, um Platz zu machen für etwas viel Wichtigeres und viel Wesentlicheres, nämlich Schritt 2.
Schritt 2: Stelle dein Wohlbefinden über die Figur
Viele Menschen denken, dass sie „endlich glücklich“ sind, wenn sie schlanker sind. Häufig ist das jedoch nicht so, denn der Kampf mit dem Essen und dem eigenen Körper bleibt erhalten – unabhängig vom Körpergewicht. Genau deshalb ist dieser zweite Schritt so wichtig.
Ich habe irgendwann entschieden, dass mir mein emotionales und mein seelisches Wohlbefinden wichtiger ist als meine Figur. Damit hat sich mein Fokus verschoben. Ich habe nicht mehr gefragt „Wie kann ich heute essen, damit ich schlanker werde?“ sonder eher „Wie kann ich mir meinen Tag heute gestalten, damit es mir gut geht?“
Es soll dir schließlich nicht erst gut gehen, wenn du 10 oder 20 Kilo weniger wiegst, sondern es darf dir genau JETZT und HEUTE gut gehen.
Schritt 3: Finde die wahren Ursachen für dein Essen
In diesem Schritt steckte für mich eine so wichtige Erkenntnis: Ich habe immer einen guten Grund, warum ich zum Essen greife – auch wenn ich ihn in der Situation selbst nicht erkenne.
Auch du hast immer einen wichtigen Grund, warum du mehr isst als es dein Körper braucht. Wenn wir das für uns anerkennen, können wir uns aus der Schuldspirale befreien, denn wir tragen daran keine „Schuld“. Sondern wir können in solchen Momenten oft nicht anders. Diese Erkenntnis trägt ein unglaubliches Heilungspotential in sich.
Gute Gründe für dieses zu-viel-essen können sein:
-
emotionale Belastung
-
fehlende Pausen
-
Überforderung
-
ein ständig aktives Nervensystem
Wenn dein Körper dauerhaft im Stressmodus ist, sucht er nach schnellen Möglichkeiten, sich zu beruhigen. Essen ist eine der einfachsten Strategien.
Dieser Schritt öffnet die Tür, deine wahren Bedürfnisse hinter dem Essimpuls kennenzulernen. Was brauchst du in diesen Situationen wirklich?
Schritt 4: Lerne deine wahren Bedürfnissen kennen
Dieser Schritt ist für mich persönlich der komplexeste gewesen. Für mich war es ein tiefer Heilungsweg zu erkennen, dass ich mit dem Essen häufig unangenehme Gefühle wie Einsamkeit oder Überforderung wegdrücke. Gleichzeitig war es das absolut Beste und Heilsamste, was mir in meinem Leben widerfahren ist, denn so konnte ich lernen, mit diesen Gefühlen liebevoll und konstruktiv umzugehen.
Und dadurch wurde mein Verlangen nach Essen weniger. Irgendwann habe ich wieder gespürt, wann ich körperlichen Hunger habe und wann ich satt bin – und ich konnte wieder danach handeln.
Schritt 5: Erschaffe dir neue Routinen
Der fünfte Schritt bringt dich ins Handeln, denn hier geht es darum, konkrete Abläufe in deinem Alltag zu verändern. Es geht darum zu schauen, wie du deine echten Bedürfnisse wirklich erfüllen kannst.
Zum Beispiel indem du für ausreichend Schlaf sorgst, anstatt dich mit Schokolade am Laufen zu halten. Oder indem du nach dem Mittagessen spazieren gehst, um abzuschalten, anstatt dich mit Essen zu betäuben. Oder auch indem du lernst, starke unangenehme Gefühle zu halten, zu integrieren und zu transformieren.
Hier kannst du dich also fragen, was du konkret tun kannst, um dein Stresslevel zu reduzieren, um gut für dich da zu sein, um unangenehme Gefühle wirklich zu versorgen.
Abnehmen wie nebenbei
Für mich persönlich war es so, dass ich durch diese 5 Schritte quasi wie nebenbei abgenommen habe. Ich habe meinen Fokus darauf gelegt, dass es mir als Mensch wieder gut geht – und damit hat sich mein dysfunktionales Essverhalten verwandelt. Mein Körper konnte endlich die Kilos loslassen, die er vorher zu meinem Schutz aufgebaut hatte.
Ich hoffe von Herzen, dass dieser Artikel eine Inspiration für dich ist, das Thema Abnehmen in einem anderen Licht zu sehen.
Genau darüber spreche ich auch ausführlicher in meinem Podcast.
🎧 Hier kannst du dir die komplette Folge anhören:
„5 ungewöhnliche Schritte, wie ich langfristig abgenommen habe“












